










Miss Bad Kissingen:
Wahl ohne Qual
Interesse an Titel deutlich größer als im vergangenen Jahr
Um schwere Entscheidungen heißt es, sei man nicht zu beneiden. Welch ein Irrtum! Schwere Entscheidungen können durchaus angenehm sein. Zumindest wenn es darum geht, aus einem großen Angebot, das geeignetste herauszusuchen. Vor einer schweren Entscheidung in diesem Sinne steht offenbar die Jury bei der Vorauswahl der Miss Bad Kissingen.
Das Interesse an dem Titel ist heuer offensichtlich größer als im vergangenen Jahr, als es erstmals eine Miss Bad Kissingen gab. Das kann zwei Gründe haben. Einmal ist die Auswahl in diesem Jahr offensichtlich besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. Zum anderen geht es diesmal nicht nur um den Titel Miss Bad Kissingen. Bekanntlich ist die endgültige Kür der Auserwählten Besuchern des Rosenballs am 16. Juni im Regentenbau vorbehalten. Miss Bad Kissingen 2007 wird dann gleichzeitig die Rosenkönigin dieses Jahres sein.
„Es waren sehr viele da, die sehr gut aussehen, die sich bewegen und die auch reden können.“
Irene Schebler über die Vorauswahl zur Kür der Miss Bad Kissingen
Dass die Entscheidung im allerbesten Sinne eine schwere werden dürfte, bestätigt auch Irene Schebler. In ihr Fotostudio nach Großenbrach kamen am Samstag junge Frauen aus dem ganzen Landkreis, um sich für die Vorauswahl anzumelden und fotografieren zu lassen. 23 junge Frauen, die laut Ausschreibung mindestens 18 Jahre alt sein und im Landkreis wohnen müssen, erschienen nach Irene Scheblers Angaben bis zum Abend. Bei so viel Zuspruch ist große Konkurrenz programmiert.
„Es waren sehr viele da, die sehr gut aussehen, die sich bewegen und die auch noch reden können“, sagte die Fotografin. Vergangenes Jahr sei wesentlich schneller klar gewesen, auf wen es letztlich hinausläuft.
Irene Schebler fotografierte am Samstag in ihrem Studio in Großenbrach die Bewerberinnen in Bademoden und Straßenkleidung. Gisela Spengler frisierte und schminkte die Frauen. So entstand die Grundlage für die Vorauswahl von zehn jungen Frauen, die sich nach Angaben der Fotografin noch einmal einer Jury stellen müssen.
Diese Jury, die voraussichtlich von Vertretern der Stadt Bad Kissingen und der Staatsbad GmbH geprägt wird und zu der auch Irene Schebler und Gisela Spengler gehören sollen, nimmt eine Auswahl von fünf Damen vor. Die treten dann beim Rosenball im Regentenbau auf und werden aus dem Publikum zur Miss Bad Kissingen und zur Rosenkönigin gewählt.
Im Blickpunkt
Kissinger Königinnen Königinnen hat es in Bad Kissingen früher gegeben als anderswo. In früheren Zeiten waren das hochwohlgeborene Kurgäste, in den vergangenen Jahrzehnten die Quellenkönigin beim Rakoczy-Fest und die Rosenkönigin, die alljährlich anlässlich des Rosenballs im Juni gewählt wird. Im vergangenen Jahr kam zum ersten Mal eine Miss Bad Kissingen hinzu. In dieser Rolle repräsentierte die Garitzerin Yvonne Sollner die Kurstadt vor allem während der Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft.
Mainpost, 22.04.2007
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